Verguckt, was nun?

Wenige Sekunden entscheiden. Der erste Scan des Gegenübers legt die Sympathiewerte fest und gibt bisweilen auch den Ausschlag, ob man sich jemanden als Sexualpartner vorstellen kann. Kurzum und etwas derber: Ein Blick genügt, um eine Person als fickbar oder nicht einzustufen. Das Problem ist die Feinjustierung, die schon mal aus dem Gleichgewicht geraten kann. Ein Glas Schampus zu viel, massig Adrenalin im Blut, nachdem die Freundinnen den perfekten Partner ausgemacht haben und so lange drängen, bis man den ersten Schritt wagt – und schon versagen die Sensoren.

Frauen, die sich aus lauter Euphorie auf ein Date einlassen, müssen also damit rechnen, dass ihnen spätestens der zweite Blick die Augen öffnet. Das Portal web.de hat gleich mehrere Strategien parat, wie sich die Dame von Welt aus der Zwickmühle befreien kann.

Dem Mann ins Gesicht zu sagen, dass er wohl doch nicht ins Schema passt, wäre etwas zu plump und nur dann angebracht, wenn der Herr sich absolut daneben benimmt. Daher ist Taktik gefragt, um niemanden das Herz aus dem Leib zu reißen. Als ideal gilt, von Anfang eine Deadline zu benennen, weil man noch etwas erledigen muss oder ein Termin dazwischengekommen ist. Damit lässt sich das Date zumindest zeitlich beschränken. Alternativ kann auch ein Notfall-Anruf vereinbart werden, der dann nach 30 Minuten das Handy klingen lässt, und sie verabschiedet sich.

Statt eines Termins oder eines Notfalls kann auch Unwohlsein vorgegaukelt werden. Magenschmerzen, Frauenleiden oder Migräne sollten als Ausreden langen, um sich nicht allzu lange aufhalten zu müssen. Das setzt ein wenig schauspielerisches Talent voraus. Deshalb wäre es einfacher, noch eine Freundin oder einen Bekannten ins gleiche Lokal zu zitieren und dann ganz zufällig zu treffen. Die zweite Zweisamkeit wird dann zum lahmen Dreier. Weitere Lösungen, die vorgeschlagen werden: Dem Mann erzählen, dass die beste Freundin eigentlich viel besser zum ihm passen würde oder auf Kumpel machen.

Gleich, welcher Weg beschritten wird, um sich einer „Fehlentscheidung“ zu entledigen: bitte mit Gefühl. Auch Männer haben ein Herz und sind nur bedingt daran schuld, dass die falsche Beute im Netz gelandet ist. Und wer weiß: Vielleicht entpuppt sich der zweite Blick ja auch als echter Treffer und waren alle Bedenken umsonst. Dann sollte man das Telefon einfach klingeln lassen und die Bekannten dezent vom Tisch verweisen, um das Date zu genießen.

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