Nicht mit der Tür ins Haus fallen

Männer sind ja so leicht um den Finger zu wickeln. Nackte Haut, große Hupen, „schmutzige“ Worte und ein schier unendliches Repertoire an Stellungen machen sie zu schwanzwedelnden und sabbernden Deppen. Frauen, die immer noch in diesem Schema denken, müssen schon Glück haben, ein passendes Exemplar Mann ins Bett zu bekommen und länger als eine Nacht zu halten. Denn nicht alle Herren der Schöpfung stehen auf das allzu Offensichtliche. Wird ein gewisser Grat überschritten, können die sexuellen Gelüste einer Frau Männern auch Angst machen.

Tipps, worauf Männer wirklich stehen und was sie sexy finden, gibt es zwar viele. Das ist allerdings ungefähr so, als gäbe es für alle Automodelle dieser Welt nur eine Reparaturanleitung. Jeder Mann tickt anders – und das ist auch gut so. Sonst wäre es doch langweilig und keine Herausforderung mehr, die geheimen Wünsche zu erkunden und zu erfüllen. Dabei können die Ratschläge zumindest als grober Wegweiser dienen. Punkt eins, den das Magazin Glamour nennt: You can keep your hat on. Heißt: Nicht sofort völlig nackig mit der Tür ins Haus fallen. Mit Dessous und hohen Schuhen wahren Frauen ein paar Geheimnisse – und das finden Männer oft geiler als den freien Blick auf das Delta der Lust.

Wenn es dann irgendwann zur Sache geht, sollten Frauen sich bewusst sein, dass Lob Männer zu noch mehr Höchstleistungen anspornen kann. Aber bitte nicht vulgär. „Du rammelst wie ein Hengst“, kann auch für Hängen im Schacht sorgen. Ebenso wichtig: Einfach offen kommunizieren, worauf man steht. Natürlich kann man auch stundenlang jedes „Knöpfchen“ drücken und auf die Reaktion warten. Doch in der Zeit dürfte die Glut erloschen und sein bestes Stück wieder schrumpelig sein. Auch hier gilt: Nicht übertreiben, sondern einfach nur sagen oder besser noch zeigen, wo und wie es Spaß macht. Legt sie dabei selbst Hand an, kann sie sich seiner gierigen Blicke gewiss sein.

Andere Ratgeber empfehlen, mit Sexspielzeug zu hantieren und sich damit zu verwöhnen. Das ist allerdings riskant. Ist der Dildo oder Vibrator länger und praller als sein kleiner Freund, könnten Minderwertigkeitskomplexe den weiteren Verlauf der Nacht oder des Tages maßgeblich verändern. Deshalb Sextoys nur wohl dosiert verwenden. Auch Spielzeuge für ihn wie Cockringe gilt es erst nach und nach ins Sexleben einzubauen. Wie und wann, lässt sich gemeinsam herausfinden. Denn nicht nur Frauen müssen sich gewissermaßen herantasten. Auch Männer wissen nicht auf Anhieb, was sie erwartet.

Speak Your Mind

*